Lage & Geschichte

Lage

Der Westbahnhof liegt im 15. Wiener Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus an der innerstädtischen Verkehrsachse Gürtel.

Der Westbahnhof ist sehr umfangreich an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs angeschlossen.

Er ist Ausgangs- oder Haltepunkt folgender regionaler Linien:

• S-Bahn und Regionalbahn  S50 /R50 nach Tullnerbach-Pressbaum, Rekawinkel und nach St. Pölten Hauptbahnhof,
• U-Bahn  U3  in Richtung Ottakring und Simmering, • U-Bahn  U6  in Richtung Floridsdorf und Siebenhirten,
• Straßenbahn  5  nach Wien Praterstern,
• Straßenbahn  6  in Richtung Burggasse (Stadthalle) und Zentralfriedhof Tor 3,
• Straßenbahn  9  nach Gersthof,
• Straßenbahn  18  in Richtung Burggasse (Stadthalle) und Schlachthausgasse,
• Straßenbahn  52  nach Baumgarten,
• Straßenbahn  58  nach Unter Sankt Veit, Hummelgasse,
• Autobus zum Flughafen Wien-Schwechat,
• Autobus nach Baden bei Wien.

 

Standort Bahnhof gewinnt an Bedeutung

Da der Platz in Stadtgebieten schon ziemlich eng ist, sowie im Grünen kaum noch gebaut werden darf, kommen immer mehr Verkehrsknotenpunkte mit hoher Frequenz für den Handel in Frage, weil es dort Wachstumsmöglichkeiten gäbe uns somit gute Umsätze erzielt werden.

Da ausgiebiges Shoppen von Textilien, Elektrowaren oder anderen Produkten immer häufiger am Wochenende stattfindet, war es naheliegend den Standort Bahnhof mit einem guten Shopping-Konzept auszustatten.

 

Westbahnhof doch für Fernzüge

Der ursprüngliche Plan der ÖBB, dass alle Fernzüge, also auch jene mit Reisenden und Pendlern aus Salzburg, Linz, Sankt Pölten, ab 2014 dann den neuen Hauptbahnhof ansteuern sollten. Der Westbahnhof wäre damit zum Regionalbahnhof gemacht worden.

Wie Herbert Ofner, Sprecher der ÖBB, der „Presse“ bestätigte, werden Fernzüge ab 2014 doch auch den Westbahnhof anfahren. „Alle internationalen Züge fahren auf den Hauptbahnhof“, erklärt Ofner, „die nationalen Züge (also etwa Intercitys aus Bregenz und Salzburg, Anm.) werden sich aber auf Haupt- und Westbahnhof aufteilen“.

Wie viele genau jeweils welchen Bahnhof anfahren wird sich noch herausstellen. Reisende auf der Westbahnstrecke haben dann die Wahl, ob sie den Westbahnhof – mit Anschluss an U3 und U6 – oder den Hauptbahnhof – mit Zugang zur U1 – anfahren.

 

Geschichte

Der mit der Westbahn – ursprünglich: k.k. privilegierte Kaiserin-Elisabeth-Bahn – im Jahr 1858 eröffnete Westbahnhof wurde vom Bahnarchitekten Moritz Löhr entworfen.

Schon damals war er ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt des Wiener Stadt- und Regionalverkehrs.

Im April 1945 wurde der Bahnhof im Zuge der Kampfhandlungen am Ende des 2. Weltkriegs von Bomben getroffen und brannte aus; das Dach der Halle stürzte ein. Nach Kriegsende wurden die Gebäude zunächst notdürftig für den Bahnbetrieb adaptiert, man entschloss sich jedoch zu einem völligen Neubau, sodass der Bahnhof ab 1949 abgerissen wurde.

An den alten Bahnhof erinnert noch eine Statue der ursprünglichen Namensgeberin der Bahn Kaiserin Elisabeth, die sich früher an der Fassade des Bahnhofs befand und jetzt in der unteren Halle des neuen Westbahnhofs aufgestellt ist.

Der jetzige Westbahnhof wurde von den Architekten Hartiger & Wöhnhart entworfenen und 1952 eröffnet.

Ein Umbau des Bahnhofs wurde durch die Bahnhofsoffensive der ÖBB sowie durch Pläne der Wiener Stadtentwicklung ausgeschrieben. Ein Wettbewerb kürte 2002 die Gewinner. Erste Vorarbeiten zur Neugestaltung begannen 2007. Während der Fußball-Europameisterschaft im Sommer 2008 gab es einen Baustopp. Erst danach begannen Umbauarbeiten zur neuen Bahnhofs-City.

Am 23.November 2011 war es aber endlich soweit und der Westbahnhof wurde mit all seinen Neuerungen  eröffnet.

 

„Werte für Generationen“

ÖBB-Vorstandsvorsitzender Christian Kern nannte bei der Eröffnung das Ziel, „noch mehr Menschen zum Umsteigen auf die Bahn zu bewegen“ und betonte das langfristige Projekt: „Es wurden Werte für Generationen geschaffen, 1.500 Arbeitsplätze sind errichtet worden. Von diesen Investitionen werden noch unsere Kinder und Enkel profitieren.“

Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) nannte die Bahn das „sicherste und umweltfreundlichste Verkehrsmittel“: „Mit der Modernisierung unserer Strecken und Bahnhöfe, wird sie auch das schnellste und komfortabelste.“

Insgesamt investierten die ÖBB rund 200 Millionen Euro in den Umbau.

Über den Westbahnhof